Kinesio-Taping

Schonende Schmerztherapie: Kinesio-Taping

Kinesio-Taping ist ein relativ neues, besonders schonendes Behandlungskonzept der Schmerztherapie. Es wird in der Sportmedizin, Unfallchirurgie und Orthopädie sowohl zur Behandlung als auch zur Prävention eingesetzt. Beschwerden des Bewegungsapparates und der Gelenke sowie akute und chronische Erkrankungen lassen sich auf diese Weise einfach und effektiv therapieren:

Die betroffenen Muskeln oder Muskelgruppen werden mit einem elastischen, auf die Haut aufgebrachten Baumwoll-Pflasterband beklebt. Das bunte Tape reizt bei ausgeführten Körperbewegungen die Rezeptoren in der Haut. Diese Informationen laufen wie der Schmerzreiz aus dem betroffenen Gewebe über Nerven in das Rückenmark. Die Informationen des Tapings sind jedoch stärker und schneller als die Schmerzreize und hemmen damit die Schmerzweiterleitung. Es kommt zu einer Schmerzlinderung.

Darüber hinaus lassen sich mit dem Tape die Gelenkfunktionen unterstützen. Der Einfluss des Tapes auf die Spannung korrigiert muskuläre Ungleichgewichte, sodass erneut eine Balance zwischen den Muskelgruppen entsteht. Die erzielte Stimulierung der Propriozeptoren (Bewegungsfühler) sorgt zudem für ein besseres Bewegungsgefühl.

Das Tape wird außerdem für eine bessere Abschwellung etwa bei Blutergüssen angeklebt, da der Lymphabfluss deutlich schneller ist. Es ergänzt eine krankengymnastische oder physiotherapeutische Behandlung optimal und verlängert deren Wirksamkeit. All diese Effekte wirken nicht nur in der Therapie sondern auch im Alltag weiter.

Welche Kosten entstehen?

Die Behandlung mit Kinesio-Taping ist nicht im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen enthalten und wird nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ Nr. 207) für 15,80 Euro abgerechnet.